Brasilien im Juli 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Wirtschaft
Brasiliens Wirtschaft war im Juli 2026 von einem neuen Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten geprägt. Am 16. Juli kündigte Washington unter Verweis auf unfaire Handelspraktiken einen Zoll von 25 Prozent auf die meisten brasilianischen Importe an, der am 22. Juli in Kraft treten sollte. US-Vertreter warfen Präsident Luiz Inácio Lula da Silva mangelnde Aufrichtigkeit vor, und die brasilianische Wirtschaft kritisierte die Abgabe. Brasilien bot Zugeständnisse an, konnte den Zoll aber nicht abwenden. Nach Regierungsangaben sind 16,5 Prozent der Exporte in die USA von einem kumulierten Zoll von 37,5 Prozent betroffen; eine Analyse kam zu dem Ergebnis, dass die US-Zölle 36,5 Prozent der brasilianischen Agrarexporte treffen könnten. Brasília schloss eine Vergeltung nach dem Prinzip Auge um Auge aus und reichte am 27. und 28. Juli eine Beschwerde bei der Welthandelsorganisation ein. Der Streit erreichte auch den Präsidentschaftswahlkampf: Flávio Bolsonaro machte Lula für die Zollerhöhung verantwortlich, während Motta Lulas Haltung unterstützte und das Gegenseitigkeitsgesetz verteidigte.
Der Bergbaukonzern Vale erlebte eine Umbruchphase in der Unternehmensführung. Der Verwaltungsratsvorsitzende trat am 7. Juli zurück, die brasilianische Aufsichtsbehörde untersuchte den Rücktritt. Wilfred Bruijn wurde am 14. Juli zum vorläufigen Vorsitzenden gewählt, am 22. Juli wurde ein neuer Vorsitzender bestimmt. Am 27. Juli trat ein weiteres Verwaltungsratsmitglied nach Vorwürfen wegen einer undichten Stelle zurück. Am 30. Juli meldete Vale für das zweite Quartal einen Gewinnrückgang von 35 Prozent: Der Nettogewinn sank auf 2,1 Milliarden Dollar nach 3,2 Milliarden im Vorjahr, während der Umsatz um 4 Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar stieg. Die Prognose für die Jahresproduktion bekräftigte das Unternehmen.
Der Flugzeugbauer Embraer verzeichnete am 27. Juli einen Kurssprung, nachdem er einen Rekordauftragsbestand gemeldet hatte. Außerdem stellte er die Phenom 300EV mit Autoland-System vor und schloss eine Luftfahrtpartnerschaft mit Mubadala aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Bei der Energie senkte Petrobras den Preis für Flugkraftstoff im Juli um 14,5 Prozent und meldete angesichts des Iran-Kriegs eine Rekord-Raffinerieproduktion bei geringeren Importen. Die Regierung Lula behielt eine Dieselsubvention von 0,22 Dollar pro Liter bei. ByteDance wählte Brasilien für sein größtes Rechenzentrum außerhalb Chinas.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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