Brasilien im Januar 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Politik
Die brasilianische Politik im Januar 2026 war von der Positionierung des rechten Lagers vor den kommenden Wahlen geprägt. Der Gouverneur von São Paulo, Tarcísio de Freitas, sagte einen Besuch beim inhaftierten früheren Präsidenten Jair Bolsonaro ab und setzte ihn dann neu an. Er bekräftigte, dass er sich um die Wiederwahl bewerben will, während er unter Druck stand, Senator Flávio Bolsonaro, den Sohn des früheren Präsidenten, zu unterstützen. Flávio Bolsonaro bekräftigte seine Präsidentschaftskandidatur und sagte, er schäme sich für die Streitigkeiten im rechten Lager. Rogério Marinho gab seine Bewerbung um das Amt des Gouverneurs von Rio Grande do Norte auf, um ihn zu unterstützen. Auf der anderen Seite strebte die Arbeiterpartei eine Liste mit vier Ministern Lulas an, um Tarcísio in São Paulo herauszufordern, und ein Parteiführer verklagte Flávio Bolsonaro wegen eines manipulierten Videos über Lula. Bis zum Monatsende diskutierten Oppositionspolitiker über Bündnisse und Strategie.
Lulas eigene Lage wurde von mehreren Vorgängen bestimmt. Er legte sein Veto gegen ein vom Kongress verabschiedetes Gesetz ein, das Haftstrafen verkürzt hätte und auf Bolsonaros Verurteilung anwendbar gewesen wäre; das Gesetz ging an die Abgeordneten zurück, die das Veto weiterhin überstimmen können. Bolsonaro wurde auf richterliche Anordnung in eine geräumigere Zelle in einer neuen Haftanstalt verlegt, und eine Gruppe im Gericht drängte auf Hausarrest. Lula sah sich Kritik wegen Sicherheitsmängeln und einer Visapolitik ausgesetzt und blieb in den Umfragen vorn. Zum Monatsende kündigte seine Regierung Veränderungen in ihrem politischen und wirtschaftlichen Team an.
International wurde das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur Mitte Januar unterzeichnet, und Argentiniens Präsident Javier Milei reagierte kühl auf Lulas Lob bei der Zeremonie. Am 21. Januar verwies das Europäische Parlament das Abkommen an den Europäischen Gerichtshof, wodurch das Ratifizierungsverfahren angehalten wurde, während der Mercosur dennoch auf eine Ratifizierung drängte. Lula beriet sich mit Verbündeten über den von Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Friedensrat und sprach mit der Palästinensischen Autonomiebehörde über Gaza. Außenminister Mauro Vieira de Amorim kritisierte den Vorschlag, und Lula sagte, Trump wolle die UNO „besitzen“ und eine neue Organisation gründen. Lula telefonierte außerdem mit Xi Jinping, der die Länder des Globalen Südens zu engerer Zusammenarbeit aufrief.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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