Brasilien im März 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Politik
In Brasilien war im März 2026 die Haft und die Gesundheit des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro das beherrschende politische Thema. Am 2. März lehnte Richter Alexandre de Moraes vom Obersten Gerichtshof erneut einen Antrag ab, ihn in den Hausarrest zu verlegen. Bolsonaro wurde später mit einem Darmverschluss ins Krankenhaus eingeliefert, und seine Verteidigung beantragte aus gesundheitlichen Gründen die Verlegung in den Hausarrest. Der Oberste Gerichtshof prüfte den Antrag am 18. März, und am 24. März gewährte ein Richter ihm 90 Tage Hausarrest mit Fußfessel, eingeschränkten Besuchen und einem Verbot von Mobiltelefonen und sozialen Medien. Die Anordnung soll nach Ablauf der 90 Tage überprüft werden. Ein Richter untersagte zudem den Gefängnisbesuch eines früheren Beraters von Donald Trump, und Präsident Luiz Inácio Lula da Silva erklärte, er habe dem Berater, Jason Beattie, persönlich die Einreise verboten. Der Außenminister sagte, ein solcher Besuch könne eine Einmischung von außen darstellen.
Lula geriet im Vorfeld der Wahlen unter Druck. Umfragen zeigten Bolsonaro im Aufwind, ebenso dessen Sohn, Senator Flávio Bolsonaro. Die Polizei leitete 25 Ermittlungen gegen Vertraute von Lulas Kindern ein, und Lulas Sohn räumte bei einer Kongressanhörung ein, dass eine Reise nach Portugal von einem Beamten eines Pensionsfonds bezahlt worden war. Lula sagte seine Reise nach Chile zur Amtseinführung des gewählten Präsidenten Kast ab, was seine Gegner kritisierten, und verschob einen geplanten Besuch in den USA. Seine Arbeiterpartei positionierte ihn als ihren wichtigsten Kandidaten für die Wiederwahl. Die Familie Bolsonaro war Berichten zufolge über die Zukunft ihres politischen Einflusses gespalten.
Im Rennen um das Gouverneursamt von São Paulo kündigte Fernando Haddad am 19. März seine Kandidatur an, während eine Umfrage Gouverneur Tarcísio de Freitas vor ihm sah. Lula und Tarcísio bezogen gegensätzliche öffentliche Positionen zu Bolsonaros Verbündeten. In der Außenpolitik traf Lula den südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa und warnte vor einem 'Invasionsrisiko' durch den Iran, nahm an einem schwach besuchten CELAC-Gipfel in Bogotá teil, und Brasilien bot an, zwischen Kolumbien und Ecuador zu vermitteln. Brasilien lehnte zudem eine Bitte der USA ab, Abgeschobene aufzunehmen.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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