Östlicher Balkan im Juni 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Wirtschaft
Die Wirtschaft des östlichen Balkans stand im Juni 2026 im Zeichen des Haushaltsdrucks in Bulgarien und Rumänien. Die Europäische Kommission leitete Schritte für ein Verfahren wegen übermäßigen Defizits gegen Bulgarien ein, und die EU mahnte Sofia wegen seines Defizits und forderte unter Verweis auf strukturelle Ausgaben ein Ende der Einheitssteuer. Bulgarien beschloss eine Schuldenobergrenze von 3,8 Milliarden Euro, und Finanzminister Donev legte einen Haushalt 2026 mit einem Defizit von 5,7 Prozent und umfassenden Einnahmemaßnahmen vor, den ein Politiker als selbstmörderisch bezeichnete; Schätzungen hatten das Defizit bei 5,5 bis 6 Prozent des BIP gesehen. Das Land verzeichnete den größten Kraftstoffpreisanstieg in der EU, das Parlament verbot wirtschaftlich ungerechtfertigte Preiserhöhungen und ordnete die tägliche Online-Veröffentlichung der Preise an, und die Ombudsfrau lehnte eine geplante Strompreiserhöhung ab. Bulgarische Behörden einigten sich mit Litasco auf die Wiederherstellung der vollen Öllieferungen an die Lukoil-Raffinerie.
Rumänien stand vor eigenen Haushaltsproblemen. Die Staatsverschuldung überschritt Ende März erstmals 60 Prozent des BIP, die Prognosekommission senkte ihre Wachstumsprognose für 2026 auf 0,1 Prozent, und ein Wirtschaftsverband warnte, das Land könne 30 bis 70 Prozent der in diesem Jahr erwarteten 11 Milliarden Euro an EU-Aufbaumitteln verlieren. Der EU-Ausschuss gab eine Zahlung von 2,62 Milliarden Euro frei, und die Europäische Kommission genehmigte staatliche Beihilfen von 1 Milliarde Euro für eine neue Investitions- und Entwicklungsbank. Die Wettbewerbsbehörde verhängte gegen die größten Banken wegen Absprachen auf dem Interbankenmarkt eine Rekordstrafe, und die Regierung billigte ein Programm über 1 Milliarde Euro zur Förderung der Industrie.
Die Investitionen in Rumänien gingen weiter. Rheinmetall sicherte sich einen Rekordauftrag über Waffen im Wert von 5,7 Milliarden Euro. CIP erreichte den Finanzierungsabschluss für das Windprojekt Pestera II über 510 Millionen Euro, OMV Petrom genehmigte 300 Millionen Euro für ein Solar- und Batteriespeicherprojekt in Bulgarien, und die EBRD stellte 44 Millionen Euro für einen Batteriespeicher bereit. Fünf Bieter zogen in die zweite Runde um das Stahlwerk Liberty Galați ein. Bukarest trieb mehrere Verkehrsprojekte voran, darunter die Verlängerung der U-Bahn-Linie M4 und eine Machbarkeitsstudie für eine Metropolzugverbindung.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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