Ukraine im April 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Wirtschaft
Die ukrainische Wirtschaft stand im April 2026 im Zeichen des 90-Milliarden-Euro-Kredits der EU und der Druschba-Ölpipeline, die ihn aufhielt. Zu Monatsbeginn hieß es, Russland habe die Öllieferungen nach Ungarn gekappt und die Ukraine den Zugang zu EU-Mitteln verloren. Budapest erklärte, den Kredit erst freizugeben, wenn wieder Öl durch Druschba fließe. Kiew nannte zunächst das Frühjahr, dann das Ende des Monats als Termin für die Reparatur, und am 21. April gab Selenskyj bekannt, die Pipeline könne den Betrieb wieder aufnehmen. Am 22. April startete der Öltransport nach Ungarn und in die Slowakei erneut. An diesem Tag billigten die EU-Botschafter den Kredit, nachdem Ungarn sein Veto aufgehoben hatte, und beschlossen ein 20. Sanktionspaket gegen Russland. Die erste Tranche, gedacht für Haushaltsstützung und Wiederaufbau, soll bis Anfang Juni fließen.
Weitere Finanzhilfen kamen aus mehreren Richtungen. Die EU überwies Erträge aus eingefrorenem russischem Vermögen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro, Japan gewährte einen Zuschuss von 1,3 Milliarden Dollar, und Kanada änderte sein Gesetz, um Gewinne aus eingefrorenem russischem Vermögen beschlagnahmen zu können. Die G7-Gläubiger vereinbarten, die Schuldenzahlungen der Ukraine bis 2030 auszusetzen, und das Parlament verabschiedete Gesetze, mit denen durch die Erfüllung von EU-Vorgaben 3,2 Milliarden Dollar freigegeben werden sollen. Der IWF erklärte, die Ukraine werde auch nach Kriegsende Hilfe benötigen.
Öl und Sanktionen liefen parallel. US-Rohöl stieg am 3. April um 11,9 Prozent auf 112 Dollar, den höchsten Stand seit 2022. Ukrainische Angriffe auf russische Ölanlagen gingen weiter: Einer Analyse zufolge kosten sie Russland 100 Millionen Dollar pro Tag, und die Raffinerie Tuapse blieb am Monatsende gestört. Die USA lockerten die Sanktionen auf russisches Öl, und Selenskyj kritisierte die Ausnahmen; Russlands Schattenflotte halte schätzungsweise Öl im Wert von 10 Milliarden Dollar.
Das Gebiet Cherson war weitgehend ohne Strom, und das Atomkraftwerk Saporischschja verlor innerhalb einer Woche zweimal die externe Stromversorgung. Amazon vereinbarte den Kauf von Globalstar für rund 11,6 Milliarden Dollar, ein Schritt, der als Herausforderung für Starlink gilt.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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