Brasilien im August 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Politik
Brasilien stand im August 2026 ganz im Zeichen des Wahlkampfs um die Präsidentschaft im Oktober. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva kündigte am 3. August seine Kandidatur zur Wiederwahl an, seinen siebten Präsidentschaftswahlkampf, und eröffnete ihn am 17. August mit Veranstaltungen in São Bernardo do Campo und Rio de Janeiro. Sein wichtigster Gegner Flávio Bolsonaro startete am selben Tag seine eigene Kampagne. Die Umfragen fielen unterschiedlich aus: Eine Erhebung von Meio/Ideia sah Lula am 5. August in einer Stichwahl mit 48,5 % zu 43 % vor Flávio Bolsonaro, eine Palver-Umfrage vom 10. August zeigte beide gleichauf bei 46 %. Flávio Bolsonaro hatte beim Aufbau von Bündnissen Rückschläge: Der Centrão-Block vermied eine Unterstützung, und Parteien wie die PP und União Brasil verweigerten ihre Hilfe an mehreren Orten. Am 27. August reichte er eine Klage ein, um Lula die Nutzung des Alvorada-Palasts für Wahlinhalte zu untersagen. Gegen Monatsende verteidigte Lula seinen Sohn in einem Fernsehinterview inmitten eines Lobbyismus-Skandals; die Polizei erklärte, ein Lobbyist habe Auto und Kreditkarte von Lulas früherem Stabschef bezahlt. Am 21. August erklärte die Bundesstaatsanwaltschaft, der INSS-Direktor Carlos Alberto "Careca" habe keine Geschäfte mit der Regierung abgeschlossen.
Auch die Außenbeziehungen waren angespannt. Am 4. August entzogen die Vereinigten Staaten dem brasilianischen Botschafter in Washington das Visum, und am 21. August sagte Lula Donald Trump am Telefon, Vergeltungsmaßnahmen gegen Brasilien seien unbegründet. Brasilien rief seinen Botschafter in Argentinien zurück und stufte die Beziehungen am 5. August herab: Es werde keinen Nachfolger entsenden und bat Argentiniens Botschafter, das Land zu verlassen, nachdem Argentiniens Präsident Javier Milei Lula beleidigt hatte.
Auch die Gerichte prägten das Rennen. Am 23. August schloss das Oberste Wahlgericht zwei frühere Minister von Jair Bolsonaro von der Kandidatur aus und genehmigte den Einsatz des Militärs bei den Wahlen in fünf Bundesstaaten. Ein Richter des Obersten Gerichtshofs fror Mittel ein, die ein Abgeordneter aus dem Umfeld von Flávio Bolsonaro über sogenannte Pix-Zusatzmittel verteilt hatte. Brasilien verhängte gegen TikTok wegen des Schutzes von Kinderdaten eine Strafe von 30 Millionen Dollar und verklagte Discord wegen mangelnden Kinderschutzes.
Innenpolitisch unterzeichnete Lula einen Mindestfrachtsatz für Lkw und legte sein Veto gegen eine Amnestie für die Straßenblockierer von 2022 ein; die Regierung gab an, 266.000 Familien in die Landreform aufgenommen zu haben.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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