Östlicher Balkan im April 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Wirtschaft
Im Ostbalkan verbanden die Wirtschaftsmeldungen aus Rumänien und Bulgarien im April 2026 neue unternehmerische Aktivität mit steigenden Energiekosten. In Rumänien plante der Einzelhändler Carrefour die Einführung eines Bezahlsystems pro Aufgabe, und die Plattform Trendyol überschritt 10.000 rumänische Verkäufer. In Bulgarien lagen die Dieselpreise seit Beginn des Iran-Kriegs um 37 Prozent höher, und eine Erhöhung der Heizpreise in Sofia um fast 30 Prozent löste Unmut über die Haushaltskosten aus. Auch die Kosten für den Weizenanbau stiegen mit den Kraftstoffpreisen. Rumäniens Präsidialamt kam nach Beratungen mit der Regierung und den Ölkonzernen zu dem Schluss, dass es keine Probleme bei der Kraftstoffversorgung gebe.
Energieversorgung und Sanktionen waren ein zweites Thema. Am 14. April genehmigten die USA nach Gesprächen mit Außenminister Marco Rubio eine neue Ausnahmegenehmigung, mit der Bulgarien weiter russisches Öl aus der Lukoil-Raffinerie einführen darf. Russland konnte die Ölexporte aus einem wichtigen Schwarzmeerhafen nach einem Brand nicht wiederherstellen, während Kasachstans Ölexporte stabil blieben. Die USA wollten außerdem mindestens 350 Millionen Dollar von russischen Staatsangehörigen einziehen, die Bulgarien ausgeliefert hatte.
Staatsfinanzen und Wachstumszahlen wiesen in unterschiedliche Richtungen. Bulgarien verzeichnete im März ein Haushaltsdefizit von 1,5 Milliarden Euro, das höchste seit 15 Jahren, hatte im Februar aber mit 3,8 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote der Eurozone. Der IWF prognostizierte, dass Bulgarien Griechenland beim Pro-Kopf-BIP überholt und dass Rumäniens Pro-Kopf-BIP in fünf Jahren um ein Sechstel steigt. Der Handel zwischen Bulgarien und der Türkei erreichte mit 9 Milliarden Euro einen Rekord. In Rumänien begann der Energiekomplex Oltenia mit Massenentlassungen, Hidroelectrica plante eine Sonderdividende, und das Land wollte Schulden von 600 Millionen Euro bei Pfizer gegen Medikamente tauschen. Rumänien kaufte zudem Moldaus größten Hafen in Giurgiulești.
Verteidigung und Infrastruktur rundeten das Bild ab. Elbit Systems sollte nach Verzögerungen und Kündigungsdrohungen mit der Lieferung von Drohnen an Rumänien beginnen. Eine direkte Bahnverbindung zwischen der Ukraine und Bulgarien über Rumänien sollte im Juni starten, und die Erweiterung der Metro in Sofia sollte im Juli eröffnet werden.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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