Brasilien im Juni 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Politik
Die brasilianische Politik wurde im Juni 2026 vom Prozess gegen Eduardo Bolsonaro bestimmt, den Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro. Das Oberste Gericht eröffnete das Verfahren am 16. Juni wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit seinem Werben um US-Sanktionen, und am 17. Juni verurteilte es ihn dafür, die Vereinigten Staaten zu einem Eingreifen in die juristischen Probleme seines Vaters gedrängt zu haben. Das Urteil wurde als Rückenwind für die Regierung von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva gewertet. Eduardo Bolsonaro bat anschließend Präsident Donald Trump, die Sanktionen gegen Richter Alexandre de Moraes wieder in Kraft zu setzen. Unabhängig davon sollte ein Richter entscheiden, ob Jair Bolsonaro Hausarrest oder Haft droht; er wurde zudem zu Hause zu einer beschlagnahmten Waffe befragt.
Die Beziehungen zu Washington waren ein zweites Thema. Lula nannte einen Verbündeten Bolsonaros wegen der US-Zölle einen Verräter, und Brasiliens Außenminister erwog Berichten zufolge ein Treffen mit einem Gesandten Trumps, um neue Zölle abzuwenden. Beim G7-Gipfel in Frankreich vermied Lula ein bilaterales Treffen mit Trump. Am 11. Juni verteidigten Lula und Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum gemeinsam das Prinzip der Nichteinmischung, während die USA Kolumbien und Kuba unter Druck setzten. Am 18. Juni warnte Lula Trump davor, sich in Brasiliens Wahl einzumischen.
Der Präsidentschaftswahlkampf prägte den Rest des Monats. Lulas wichtigster Rivale ist Flávio Bolsonaro, und Lula ordnete eine Untersuchung von Flávios Verbindungen zum Geschäftsmann Vorcaro und zu digitalen Influencern an. Eine Umfrage von CNT/MDA sah Lula am 16. Juni in einer Stichwahl mit 49 % zu 37 % vorn, doch nachdem die Korruptionsermittlungen Lulas Senatsfraktionschef Jaques Wagner erreichten, bei dem Bargeld an ihm zugeordneten Adressen gefunden wurde, schrumpfte der Vorsprung. Eine am 29. Juni gemeldete Umfrage sah beide gleichauf. Lula sah sich außerdem einer wahlkampfbezogenen Geldstrafe und einer Klage der Opposition wegen seiner Werbeausgaben gegenüber. Der Kongress hielt mit Haushalts- und Steueränderungen dagegen.
Die Familie Bolsonaro war zerstritten. Michelle Bolsonaro kritisierte Flávio am 24. Juni öffentlich und trat am 30. Juni von ihrer Parteifunktion zurück. Am 29. Juni traf Flávio in Buenos Aires den argentinischen Präsidenten Javier Milei, um dessen Unterstützung zu suchen.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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