Daily brief
Das US-Finanzministerium hat Sanktionen gegen russisches Öl vorübergehend ausgesetzt, das bereits vor einem bestimmten Datum im März verladen und auf See war. Die Entscheidung der Trump-Regierung ermöglicht den Verkauf dieses Öls, auch an Länder wie Indien, und wurde von europäischen Verbündeten und der Ukraine als Zugeständnis an Russland kritisiert. Der Schritt sorgte für Spannungen mit Partnern, wurde von US-Vertretern aber als Maßnahme zur Stabilisierung der Energiemärkte dargestellt.
Europäische Führungspersönlichkeiten, darunter Deutschlands Friedrich Merz und die Ukraine unter Wolodymyr Selenskyj, kritisierten die US-Ausnahmeregelung und argumentierten, sie verschaffe Moskau erhebliche Einnahmen und untergrabe den Druck auf Russland wegen des Krieges.
Russische Behörden testeten einen Mobilfunk-Internet-Blackout in Moskau, was zu weitreichenden Störungen führte und Berichten zufolge Bürger veranlasste, auf Funkgeräte, Papierkarten und öffentliche Telefone auszuweichen.
Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, der globale Energiemarkt könne ohne russisches Öl nicht stabil bleiben, und viele Länder wollten es nun nach der Lockerung der US-Sanktionen kaufen.
Russland dürfte Milliarden an zusätzlichen Öleinnahmen erzielen, da die Krise in der Straße von Hormus die globalen Preise in die Höhe treibt, wobei Deutschland die Sorge äußerte, die Mittel würden Putins Kriegsanstrengungen finanzieren.