Südkorea im Mai 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Wirtschaft
Im Mai 2026 wurde die südkoreanische Wirtschaft vom Boom bei KI-Chips bestimmt. Samsung Electronics meldete einen Rekordgewinn im Quartal, wobei der Chipertrag im Jahresvergleich auf das 49-Fache stieg, und sein Börsenwert überschritt am 6. Mai eine Billion Dollar. Bis Monatsende legten die Aktien von Samsung und SK Hynix erneut kräftig zu, der Leitindex KOSPI erreichte ein Rekordhoch, und SK Hynix stieß in den Club der Billionen-Dollar-Unternehmen vor. Korea überholte Kanada und ist nun der siebtgrößte Aktienmarkt der Welt; Hedgefonds kauften laut Morgan Stanley so viele koreanische, japanische und taiwanische Aktien wie in einer Woche seit zehn Jahren nicht, während globale Fonds zugleich ihren Ausstieg aus koreanischen Aktien verstärkten und der Won weiter fiel.
Das zweite große Thema war der Tarifstreit bei Samsung Electronics, wo die Beschäftigten einen größeren Anteil an den Chipgewinnen forderten. Die Gespräche scheiterten am 12. und 13. Mai, und das Präsidialamt sagte Unterstützung für den Dialog zu. Samsung wechselte am 16. Mai seinen Chefunterhändler, und die Gespräche wurden wieder aufgenommen, doch am 20. Mai kündigte die Gewerkschaft einen Streik ab Donnerstag an, an dem rund 48.000 Beschäftigte teilnehmen sollten. Die Bank of Korea schätzte, ein Streik könne das Wachstum in diesem Jahr um 0,5 Prozentpunkte senken, und die Regierung erwog Notmaßnahmen zum Schutz der Chip-Lieferkette. Die Mitglieder stimmten anschließend über eine vorläufige Einigung mit leistungsabhängigem Bonus ab, und am 27. Mai billigte die Gewerkschaft die Bonusvereinbarung für die Chip-Beschäftigten, womit der Streik abgewendet wurde. Die Gewerkschaft für Samsungs Unterhaltungselektronik hatte ein Gericht gebeten, die Abstimmung zu stoppen.
Die Inflation erreichte im April den höchsten Stand seit 21 Monaten, und das Beschäftigungswachstum sank auf den niedrigsten Stand seit 16 Monaten. Öl- und Gaspreise sowie die Hormus-Krise belasteten die Aussichten: Das Korea Development Institute prognostizierte, steigende Ölpreise könnten die Verbraucherpreise 2026 um bis zu 1,6 Prozentpunkte erhöhen, Südkorea lockerte die Pflicht der Raffinerien zur Rohöl-Bevorratung nach einem Plan der Internationalen Energieagentur und signalisierte eine mögliche Zinserhöhung.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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