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Südeuropa wird von einer doppelten Krise beherrscht: einer Infrastrukturkatastrophe in Spanien und einer politischen Neuausrichtung, während Italiens Meloni aktiv um Trump wirbt und Portugal sich einer Stichwahl zwischen einem sozialistischen und einem rechtsextremen Kandidaten gegenübersieht.
Redaktionell kuratierte Konflikte und Rivalitaeten, an denen Suedeuropa beteiligt ist. Klappen Sie ein Panel auf, um die einzelnen Konfliktpunkte darin zu sehen.
Der Streit um den inneren Zusammenhalt der Europäischen Union und das Kräfteverhältnis zwischen ihren Institutionen und ihren Mitgliedstaaten. Er verläuft entlang mehrerer Achsen: Konflikte um Rechtsstaatlichkeit und die Konditionalität des Haushalts zwischen Brüssel und den nationalen Regierungen; die Spaltung über Migrations- und Asylpolitik; die Neuordnung der europäischen Rechten und die Debatte über die Zusammenarbeit mit nationalkonservativen Parteien; sowie die innenpolitische Polarisierung in Deutschland, Frankreich und Ungarn. Die Friktion ist unionsintern und damit getrennt von den Auseinandersetzungen mit den Vereinigten Staaten, mit Russland oder um die Ukraine, die in eigenen Theatern behandelt werden.
Der wachsende Riss zwischen den USA und ihren europäischen Verbündeten unter einem Washington, das Europa eher als Konkurrenten denn als Partner behandelt. Er verläuft entlang vier Achsen: einer Zoll- und Handelskonfrontation; eines Streits über die Verteidigungslastenteilung und die Glaubwürdigkeit der US-Sicherheitsgarantie; Europas Gegenbewegung hin zu strategischer Autonomie und Aufrüstung; und eines Konflikts über Technologieregulierung und digitale Souveränität. Darunter liegt die tiefere Frage, ob das transatlantische Bündnis, das die Nachkriegsordnung prägte, noch trägt — ein Bruch, den Moskau und Peking mit Schadenfreude begleiten.
Redaktionelle Haltung der Quellen, die diesen Monat am meisten ueber Suedeuropa berichten.
Die regionale Wirtschaft wird von schweren Transportstörungen und Marktängsten überschattet. Eine Serie tödlicher Hochgeschwindigkeitszugunglücke in Spanien hat einen wichtigen Schienenkorridor lahmgelegt, während der Mailänder Börsenindex aufgrund neuer US-Zollandrohungen stark fiel. Italiens Ministerpräsident kritisierte Trumps Grönland-Zollandrohungen öffentlich als Fehler.
Die italienische Außenpolitik wird von Ministerpräsidentin Melonis direktem Engagement mit Trump geprägt, einschließlich einer Bitte, sein Gaza-Friedensgremium zu ändern, und einer möglichen Nobel-Nominierung, was zu internen Koalitionsspaltungen über die Ukraine geführt hat. Gleichzeitig zersplittert die politische Landschaft Portugals, da die Präsidentschaftswahl in eine Stichwahl zwischen einem sozialistischen und einem rechtsextremen Kandidaten geht.
Sicherheitsvorfälle sind diffus, umfassen jedoch eine terrorismusbezogene Festnahme in Barcelona und eine erhöhte maritime Bedrohungslage. Die Polizei in Barcelona nahm einen Geschäftsmann wegen der Finanzierung der Hamas fest, während Griechenland seine Schiffsflotte vor erhöhten Risiken nach Drohnenangriffen im Schwarzen Meer warnte. Spanien unterstützte zudem die EU-Listung der iranischen Revolutionsgarden als Terrorgruppe.
Die Gesellschaft ist von nationaler Trauer und Trauma nach katastrophalen Transportunfällen und schwerem Wetter geprägt. Spanien rief drei Trauertage nach einem Hochgeschwindigkeitszugunglück mit Dutzenden Toten aus, eine Tragödie, die durch einen Zyklon mit weitreichenden Schäden auf Sizilien und einen tödlichen Sturm in Portugal noch verstärkt wurde.
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