Daily brief
Russland gibt an, einen größeren Raketenangriff auf die Ukraine mit einer neuen Hyperschallrakete namens Oreshnik durchgeführt zu haben, die nach eigenen Angaben zehnfache Schallgeschwindigkeit erreichen kann. Die Angriffe zielten demnach auf Gebiete einschließlich Kiew und eine Region nahe der ukrainischen Grenze zur NATO. Russische Beamte stellten den Einsatz als Demonstration neuer militärischer Fähigkeiten dar.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, die katarische Botschaft in Kiew sei bei dem Angriff beschädigt worden, und forderte eine klare Reaktion der USA. Das russische Außenministerium machte die Beschädigung dagegen einem ukrainischen Luftabwehrversagen verantwortlich.
Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell bezeichnete den russischen Einsatz der Oreshnik-Rakete als 'klare Eskalation' des Konflikts.
Großbritannien stellte 200 Millionen Pfund bereit, um Truppen für einen möglichen Einsatz in der Ukraine vorzubereiten, und unterzeichnete mit Kiew eine hundertjährige Verteidigungs-Roadmap mit Schwerpunkt auf Luftabwehr, Drohnen und Langstreckenwaffen.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, seine Streitkräfte hätten in der vergangenen Woche fünf Ortschaften befreit. Der ukrainische Sicherheitsdienst SBU zeigte dagegen Fragmente einer Oreshnik-Rakete, die bei einem Angriff auf Lwiw verwendet wurde, und bezeichnete den Angriff als Kriegsverbrechen.