Iran im April 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Wirtschaft
Die Wirtschaft des Iran war im April 2026 vom Krieg und vom Streit um die Straße von Hormus geprägt, der die Ölpreise und die Weltmärkte bestimmte. Rohöl der Sorte Brent lag zu Monatsbeginn knapp unter 100 Dollar und stieg auf nahezu Rekordwerte über 110 Dollar, bevor am 7. und 8. April eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran verkündet wurde. Danach fiel das Öl, und die Aktienmärkte stiegen; es war die am meisten verfolgte Wirtschaftsmeldung des Monats. Nach dem Scheitern der Gespräche in Islamabad und der Ankündigung einer Blockade iranischer Häfen durch die USA stieg der Ölpreis am 13. April wieder über 100 Dollar. Als der Iran am 17. April die Wiederöffnung der Meerenge verkündete, fiel Rohöl an einem Tag um bis zu 15 Prozent, doch am 18. April schloss der Iran sie erneut. Bis zum 29. April stieg Brent über 115 Dollar, während die Gespräche stockten und die Blockade andauerte.
Die Meerenge selbst wurde zum wirtschaftlichen Instrument. Der Iran richtete ein System aus Genehmigungen und Gebühren für die Durchfahrt ein und kündigte am 9. April Maut von etwa einem Dollar pro Barrel an, die bis zu 90 Milliarden Dollar im Jahr einbringen könnte. Die Europäische Union lehnte das ab, die Internationale Seeschifffahrtsorganisation sprach von einem gefährlichen Präzedenzfall, und Präsident Donald Trump äußerte sich widersprüchlich. Bis zum 26. April war der Schiffsverkehr auf nahezu null gesunken.
Im Inland engten Blockade und Sanktionen die Exporte ein. Die USA verhängten Sanktionen gegen eine Raffinerie in China, 40 Reedereien und 35 Personen und Organisationen und verlängerten die vorübergehende Lockerung der Ölsanktionen nicht, obwohl Berichten zufolge mindestens 34 Tanker mit Iran-Bezug die Blockade umgingen. Der Iran stoppte am 16. April Petrochemie-Exporte und setzte Stahlexporte bis Ende Mai aus. Der Rial fiel am 29. April auf ein Rekordtief, und die Öllager galten als fast voll.
Die Folgen reichten um die ganze Welt. Die Inflation in den USA erreichte mit 3,3 Prozent ein Zweijahreshoch, der IWF warnte vor dem Risiko einer Rezession, und die Internationale Energieagentur nannte die Lage die größte Energiekrise der Geschichte. Die EU bezifferte den Anstieg ihrer Energieimportkosten auf 27 Milliarden Euro, Deutschland halbierte seine Wachstumsprognose, und der Quartalsgewinn von BP verdoppelte sich auf 3,2 Milliarden Dollar.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
Klicken Sie im Diagramm oben auf einen Tag, um das Tagesbriefing zu lesen.