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Das politische System des Irak ist in einer Konfrontation zwischen den USA und der parlamentarischen Mehrheit, die Nouri al-Maliki unterstützt, gefangen, während Wirtschaft und Sicherheitslage von US-Drohungen über Öleinnahmen und den Massentransfer von ISIS-Häftlingen als Geisel gehalten werden.
Januar 2026
Woche vom 26. Jan., im Vergleich zum 12-Wochen-Durchschnitt
Keine Abweichungen diese Woche.Alle Wochen dieses Monats sind ruhig.
Die ölabhängige Wirtschaft des Irak steht unter akutem externem Druck, da die USA damit drohen, den Dollarzugang zu beschränken und die Öleinnahmen zu kontrollieren. Diese Drohung überschattet positive Entwicklungen wie Rekordexporte im Januar und neue Infrastrukturprojekte.
Die irakische Politik wird von einem hochriskanten Machtkampf um das Amt des Ministerpräsidenten von Nouri al-Maliki beherrscht, bei dem eine trotzige parlamentarische Mehrheit auf direkte US-Drohungen trifft. Maliki und seine Unterstützer stellen den US-Widerstand als illegitime Einmischung dar, während regionale Diplomatie mit syrisch-kurdischen und iranischen Akteuren im Hintergrund weitergeht.
Der irakische Sicherheitsapparat ist mit dem groß angelegten, von den USA geführten Transfer von ISIS-Häftlingen aus Syrien in seine Gefängnisse überfordert. Dieser Zustrom weckt interne Sicherheitsbedenken und löst diplomatische Konfrontationen mit Frankreich über Rückführungen aus, selbst während iranisch unterstützte Milizen wie Kata'ib Hezbollah zum Krieg aufrufen.
Der öffentliche Zorn konzentriert sich auf die wahrgenommene US-Einmischung und äußert sich in Protesten in der Nähe diplomatischer Vertretungen. Die Gesellschaft ist sich auch der logistischen und sicherheitspolitischen Herausforderungen durch den ISIS-Häftlingstransfer sehr bewusst, der die Medienberichterstattung dominiert.