Europäische Union im Juni 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Gesellschaft
Im Juni 2026 stand die Gesellschaftspolitik der Europäischen Union im Zeichen der Migration. Am 2. Juni einigte sich die EU darauf, in Drittstaaten Abschiebezentren, sogenannte Rückkehrzentren, einzurichten, um die Rückführung abgelehnter Asylbewerber zu beschleunigen; vorgesehen sind mehr Abschiebungen und Haftzentren im Ausland. Als Vorbild wurde das Modell Italiens genannt, Spanien lehnte den Plan Berichten zufolge ab. Am 17. Juni billigte die EU strengere Regeln für die Rückführung von Migranten, und am 19. Juni verabschiedete das Europäische Parlament strengere Migrationsgesetze; 19 EU-Staats- und Regierungschefs, darunter Italiens Giorgia Meloni, forderten Durchführungsregeln zur Rückkehr einschließlich der Zentren. Die Reform des Asylsystems der EU, in Deutschland als GEAS bekannt, trat am 11. und 12. Juni in Kraft; sie verschärft die Grenzverfahren, führt Fingerabdruckkontrollen ein, die an den Grenzen zu langen Warteschlangen führten, und schafft verpflichtende Solidaritätsmechanismen für die Verteilung von Asylsuchenden auf die Mitgliedstaaten. Griechenland erklärte, es werde Abschiebungen im Rahmen der Reform nicht erleichtern.
Ein zweites Thema betraf ukrainische Männer im wehrfähigen Alter. Am 4. Juni erwogen die EU-Staaten, den automatischen vorübergehenden Schutz für sie zu beenden, und am 6. Juni unterstützten fast alle Mitgliedstaaten einen Vorschlag, ukrainischen Männern kein Asyl zu gewähren, entsprechend einer Bitte der Ukraine, den Schutz für Männer zwischen 23 und 60 Jahren zu begrenzen. Am 26. Juni schlug die Europäische Kommission vor, den vorübergehenden Schutz für Ukrainer einzuschränken, die für den Militärdienst tauglich sind.
Weitere Meldungen waren kleiner. Die EU kündigte ihren bislang größten Einsatz gegen Waldbrände an. Am 10. Juni stufte die Europäische Chemikalienagentur den Stoff TFA als fortpflanzungsgefährdend ein. Die EU-Gesundheitsminister hielten ein Krisentreffen zum Ebola-Ausbruch ab, Kommissarin Hadja Lahbib besuchte am 8. Juni Bunia in der Demokratischen Republik Kongo, und die EU kündigte zusätzliche 5 Millionen Euro für die Hilfe an. Der Klimadienst Copernicus meldete den Mai als weltweit zweitwärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Die EU verbot außerdem Einwegverpackungen in Restaurants und Cafés, untersagte Bezeichnungen wie "veganes Hähnchen" für Fleischersatz und entsandte nach schweren Erdbeben Nothilfe nach Venezuela.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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