Südeuropa im Juli 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Wirtschaft
In Südeuropa war im Juli 2026 die Ankunft des chinesischen Autoherstellers Geely in Spanien die wichtigste Wirtschaftsmeldung. Am 23. Juli sicherte sich Geely mit einer Vereinbarung über die Nutzung eines Ford-Werks in Spanien seinen ersten Produktionsstandort in der Europäischen Union, und am 24. Juli gaben Ford und Geely dort ein auf den europäischen Markt ausgerichtetes Gemeinschaftsunternehmen bekannt. Spanien erklärte außerdem, chinesische Autohersteller und ihre Beschäftigten willkommen zu heißen, um mehr Elektrofahrzeuge in Europa zu bauen. In Italien sagte der Ferrari-Chef, das Unternehmen sei mit den Bestellungen für sein erstes Elektroauto, den Luce, „sehr zufrieden“.
Spanien geriet zudem in einen Streit mit Washington. Am 8. Juli ordnete US-Präsident Donald Trump auf einem NATO-Gipfel einen Stopp des gesamten US-Handels mit Spanien an, begründete dies mit unzureichenden NATO-Ausgaben und Spaniens Haltung zum Iran und nannte das Land einen „verlorenen Fall“. Fachleute stellten infrage, ob er dazu ohne den Kongress befugt ist. Spaniens Wirtschaftsminister sagte, die Unterstützung für gemeinsame EU-Kreditaufnahme wachse, und die Präsidentin der Europäischen Zentralbank forderte eine Debatte über Spaniens neuen Schuldenplan.
In Italien bestimmte das Thema Energie das Bild. Der Eni-Chef warnte am 11. Juli, die Energiekrise könne sich kurzfristig verschärfen. Bis zum 26. Juli lagen die Benzinpreise über 2,6 Euro pro Liter, und die Regierung erwog Preissenkungen und eine variable Kraftstoffsteuer. Eni meldete für das erste Halbjahr einen Anstieg des Nettogewinns um 43 Prozent auf 3,635 Milliarden Euro und deutete eine Sonderdividende an. Italiens Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 0,2 Prozent, und Istat-Daten zeigten, dass die Löhne langsamer stiegen als die Inflation. Am 28. Juli drängte die Europäische Kommission Rom, ein Verteidigungsdarlehen über 14,9 Milliarden Euro rasch zu unterzeichnen, während Italien erklärte, es brauche mehr Zeit.
Anderswo hob Griechenland sein Veto auf, und die EU einigte sich auf ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland. In Zypern sagte der Energieminister, die nächsten zwei Jahre seien für die Energiestrategie des Landes entscheidend, und wegen eines Defekts im Kraftwerk Dhekelia kam es auf der Insel zu Stromausfällen.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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