Visegrad-Gruppe im März 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Wirtschaft
Im März 2026 bestimmte der Streit zwischen Ungarn und der Ukraine um die Öl-Pipeline Druschba die Wirtschaftsnachrichten der Visegrád-Staaten. Am 6. März setzte Budapest der Ukraine eine Frist von drei Tagen, um den Öltransit wiederherzustellen, blockierte einen Teil der Kraftstofflieferungen an die Ukraine und beschlagnahmte einen Konvoi einer ukrainischen Staatsbank mit Bargeld und Gold; Kiew warf Ungarn Geiselnahme und Diebstahl vor. Ungarn gab die Fahrzeuge am 12. März zurück, behielt aber Bargeld und Gold. Am 17. und 18. März bot die EU an, die Reparatur der Pipeline zu bezahlen, und die Ukraine akzeptierte eine Inspektion und erklärte sich bereit, wieder russisches Öl durch die Leitung zu pumpen. Am 19. März blockierte Ungarn mit Unterstützung der Slowakei die Genehmigung eines EU-Darlehens von 90 Milliarden Euro für die Ukraine, wobei Ministerpräsident Viktor Orbán Bedingungen im Zusammenhang mit russischen Ölimporten stellte. Am 25. und 26. März begann Ungarn, die Erdgaslieferungen an die Ukraine schrittweise einzustellen, bis das Öl wieder durch die Pipeline fließt. Die Europäische Zentralbank warnte, die Beschlagnahme ukrainischen Bargelds gefährde die Glaubwürdigkeit des Euro.
Auch bei den Kraftstoffpreisen griffen die Regierungen ein. Am 9. März bat Orbán die Europäische Kommission, die EU-Sanktionen gegen russische Energie auszusetzen; Ungarn deckelte die Preise für Benzin und Diesel und verbot die Ausfuhr von Rohöl und bestimmten Kraftstoffen. Die Slowakei trat aus einem Notfall-Energiepakt mit der Ukraine aus, stoppte Stromexporte dorthin, beschränkte den Dieselverkauf in einigen Grenzregionen und führte vorübergehend doppelte Dieselpreise ein. Polen plante, Mehrwert- und Verbrauchsteuern auf Kraftstoffe zu senken.
Die Finanzierung der Verteidigung war das zweite große Thema. Am 12. März legte der polnische Präsident Nawrocki sein Veto gegen ein Gesetz ein, das EU-Verteidigungsdarlehen über 44 Milliarden Euro freigegeben hätte. Der Gouverneur der polnischen Zentralbank sagte, er erwäge Goldverkäufe zur Finanzierung der Verteidigung. Die tschechische Regierung kürzte ein Kreditprogramm für Panzer um 18 Milliarden Kronen. Die Europäische Kommission genehmigte französische und tschechische Pläne im Rahmen des EU-Verteidigungsfonds SAFE, überging aber den ungarischen.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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