Daily brief
EU-Staats- und Regierungschefs auf einem Gipfel in Brüssel kritisierten den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán scharf für sein Veto gegen ein 90-Milliarden-Euro-Darlehenspaket der EU für die Ukraine. Die estnische Ministerpräsidentin Kaja Kallas erklärte, die EU habe rechtliche Mittel, um das Veto zu umgehen, es fehle aber der politische Wille, sie einzusetzen. Der belgische Premierminister deutete an, die EU-Kommission warte auf einen Führungswechsel in Ungarn. Orbán verteidigte seine Haltung mit dem Appell, die EU solle ihre frühere 'Harmonie' mit Russland wiederherstellen.
Die EU-Staats- und Regierungschefs forderten formell die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und ein Ende der Angriffe auf Energie- und Wasserinfrastruktur in der Region.
Eine geplante Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Brüssel wurde von den EU-Spitzen abgesagt.
Der slowenische Ministerpräsident Robert Golob forderte eine EU-Untersuchung, während ein Korruptionsskandal in dem Land sich zuspitzt.
Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, zeigte sich offen für Mehrheiten mit rechtsextremen Parteien und widersprach damit Aussagen von CDU-Chef Friedrich Merz.