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Die Sicherheitslage Äthiopiens wird von eskalierenden Spannungen mit Tigray und Eritrea bestimmt, die militärische Aufrüstung und hochrangige diplomatische Kontakte zu Israel, der Türkei und Italien für strategische Unterstützung vorantreiben. Premierminister Abiy Ahmeds gleichzeitiges Streben nach einem Hafen in Eritrea und großen Energieinvestitionen erzeugt eine explosive Mischung aus Konfrontation und Entwicklung.
Februar 2026
Woche vom 23. Feb., im Vergleich zum 12-Wochen-Durchschnitt
Äthiopien verfolgt aggressiv bilaterale Handelsabkommen und große Energieinfrastrukturinvestitionen. Die Regierung sicherte sich eine Verdreifachung des Handelsvolumens mit Russland, zog 400 Millionen US-Dollar Privatinvestitionen für Stromleitungen an und weihte einen chinesisch gebauten Windpark ein. Parallele Bemühungen konzentrieren sich auf die Wertschöpfungskettenentwicklung, einschließlich eines Treffens mit Italien zum Kaffeesektor.
Die äthiopische Diplomatie konzentriert sich intensiv auf das Horn von Afrika und das Rote Meer, gekennzeichnet durch hochrangige Besuche und umstrittene regionale Ansprüche. Präsident Herzog von Israel besuchte das Land, während Selassie die Unterstützung für eine Zwei-Staaten-Lösung bekräftigte, und Präsident Erdogan der Türkei stattete seinem ersten Besuch seit über einem Jahrzehnt ab. Die erklärte Vision von Premierminister Abiy Ahmed umfasst den Erwerb eines Hafens in Eritrea, einen Anspruch, den Ägypten öffentlich dementierte, Flexibilität zu bieten.
Die Sicherheitslage verschlechtert sich mit einem hohen und konkreten Risiko eines erneuten Krieges in Tigray unter Beteiligung Eritreas. Mehrere Berichte warnen, die Region Tigray stehe am Rande eines Krieges, wobei Analysen auf Kräfte hinter einem wachsenden Äthiopien-Eritrea-Konflikt hinweisen. Premierminister Abiy Ahmed kündigte militärische Aufrüstung und Marineübungen an, während ein Drohnenangriff einen Menschen in Tigray tötete und er Eritrea von Gräueltaten in Aksum beschuldigte.
Die gesellschaftliche Spannung konzentriert sich auf die akute Angst vor erneuten Konflikten und Vertreibungen in Tigray. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, äußerte Befürchtungen vor einer neuen Krise in Tigray angesichts erneuter Kämpfe. Diese Sorge überlagert andere interne Probleme, wie das umstrittene Rückführungsdekret für die Wolaita-Gemeinschaft.