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Die politische Landschaft Brasiliens wird von vorwahlbezogenen Manövern der Opposition und Bolsonaro-naher Kräfte gegen Lula dominiert, während das EU-Mercosur-Handelsabkommen nach anfänglicher Zustimmung einem kritischen gerichtlichen Stopp unterliegt, was eine angespannte wirtschaftliche und diplomatische Kulisse schafft.
Januar 2026
Woche vom 26. Jan., im Vergleich zum 12-Wochen-Durchschnitt
Top-Quellen über Brasilien
Die Umsetzung des EU-Mercosur-Handelsabkommens ist durch das EU-Parlament eingefroren, was trotz früherer Zustimmung und Unterzeichnung erhebliche Unsicherheit schafft. Diese gerichtliche Verzögerung folgt auf ein großes ausländisches Investitionsgeschäft, da Chinalco und Rio Tinto die Kontrolle über einen brasilianischen Aluminiumhersteller übernehmen wollen. Innenpolitisch hat die Zentralbank eine interne Untersuchung zum Master-Fall eingeleitet, den Lula als massiven Betrug bezeichnet hat.
Lulas Regierung sieht sich wachsenden politischen Herausforderungen gegenüber, da Oppositionsfiguren und Bolsonaro-nahe Politiker im Vorfeld der Wahlen aktiv gegen ihn manövrieren. Wichtige Entwicklungen sind Gouverneur Tarcísios neu angesetzter Besuch bei Bolsonaro, Flávio Bolsonaros Bestätigung seiner Präsidentschaftskandidatur und eine Gerichtsfraktion, die sich für Hausarrest für Bolsonaro einsetzt. Lula steht zudem Regierungsumbildungen gegenüber und wartet auf eine Antwort auf eine internationale Einladung von Trump.
Sicherheitsoperationen richten sich aktiv gegen organisierte Kriminalität und Terrorismus, mit der Festnahme eines Verdächtigen, der einen Islamischen Staat-Anschlag in São Paulo plante, und einer Polizei-Staatsanwaltschafts-Taskforce, die einen großen Öldiebstahlring in Rio ins Visier nimmt. Die Polizei untersucht auch Schutzgelderpressung von Händlern durch Milizen. Regional äußerte Lula Besorgnis über US-Angriffe auf Venezuela, wobei Brasilien stärkere Luftverteidigung anstrebt.
Die dominante gesellschaftliche Spannung dreht sich um internationalen Handel, wobei europäische Bauern anhaltende, großangelegte Proteste in Paris und ganz Europa gegen das EU-Mercosur-Abkommen durchführen, das die brasilianischen Agrarperspektiven direkt betrifft. Innenpolitisch stellen ein tödlicher Haiangriff und ein Krankenhausbrand in São Paulo akute lokale Krisen dar.