Östlicher Balkan im August 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Wirtschaft
In den östlichen Balkanländern war im August 2026 die beherrschende Wirtschaftsmeldung die Wirkung des Rekordniedrigwassers der Donau auf das rumänische Atomkraftwerk Cernavodă. Am 3. und 4. August ließ Rumänien durch kontrollierte Sprengungen Donauwasser zum Kraftwerk umleiten und einen verstopften Kanal räumen; die Regierung hoffte, eine Abschaltung hinauszuzögern. Am 13. August wurde der verbliebene laufende Reaktor der Anlage abgeschaltet, weil der Wasserstand für die Kühlung zu niedrig fiel, und es wurde eine 30-tägige Energiewarnung ausgerufen. Am 14. August war das Kraftwerk weiterhin abgeschaltet. Der rumänische Netzbetreiber hatte zuvor erklärt, solange der Reaktor am Netz sei, bestehe keine unmittelbare Gefahr für die Stromversorgung. Rumäniens Ministerpräsident kündigte am 3. August an, dass die Autohersteller Dacia und Ford wegen einer drohenden Stromkrise bis zum 19. August die Produktion stoppen würden. Ungarn nahm ein Atomkraftwerk in der Hitze vom Netz, und auch Frankreich schränkte die Leistung ein. Getreidekäufer wichen auf andere Herkunftsländer aus, da das Niedrigwasser die Exporte über die Donau zum Schwarzen Meer störte.
Zu den weiteren Energie- und Treibstoffthemen in Rumänien zählten eine Senkung der Dieselsteuer um 20 Prozent am 14. August im Rahmen eines neuen Preismechanismus und der Insolvenzantrag der rumänischen Raffinerie von Lukoil am 25. August, der nach ihren Angaben Betrieb und Beschäftigte schützen soll. Hidroelectrica meldete einen Gewinnanstieg von 62 Prozent im ersten Halbjahr, während Transgaz einen um 40 Prozent niedrigeren Nettogewinn meldete und einen Kredit über 300 Millionen Euro erhielt. Die Europäische Kommission sprach sich am 7. August gegen Rumäniens Pläne aus, die Schließung von Kohlekraftwerken aufzuschieben. Die Batteriespeicherkapazität erreichte 2.000 MWh, und das norwegische Unternehmen Scatec kaufte ein Windprojekt mit 77 MW.
An den Märkten hielt Rumäniens Zentralbank den Leitzins am 11. August bei 6,5 Prozent und verwies auf anhaltende Inflationsrisiken. Eine Umfrage nannte Gesundheitswesen, Energie, Versorger und Recycling als bevorzugte Ziele für Private-Equity-Investoren, zwei weitere rumänische Unternehmen sollten in die FTSE-Global-All-Cap-Indizes aufgenommen werden, und die Nachfrage nach Industrie- und Logistikflächen stieg im ersten Halbjahr um 11 Prozent.
In Bulgarien brachte der niedrige Donaupegel Rekordexporte von Strom, während Landwirte in der Dürre vor der Pleite standen. Die Europäische Kommission warnte am 2. August, der Haushaltsentwurf könne den Ausgabendruck erhöhen. Bulgarien meldete einen reibungslosen Euro-Übergang und will die doppelte Preisauszeichnung in Lew und Euro beenden.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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