Südeuropa im Mai 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Politik
Südeuropa war im Mai 2026 von den Beziehungen zu Washington geprägt. US-Außenminister Marco Rubio traf am 7. Mai Papst Leo XIV. im Vatikan und am folgenden Tag Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Palazzo Chigi, nachdem Präsident Donald Trump den Papst öffentlich kritisiert hatte. Außenminister Antonio Tajani sagte Rubio, die Vereinigten Staaten brauchten Italien und Europa, während Vize-Regierungschef Matteo Salvini Trump als Vaterfigur beschrieb, auf die man hören solle. Trump erklärte zudem, die USA könnten Truppen aus Italien und Spanien abziehen; Meloni wies seine Vorwürfe zurück und lehnte einen Rückzug der USA aus Europa ab, und auch Spaniens Regierung wies die Drohung zurück.
Der indische Premierminister Narendra Modi besuchte am 19. und 20. Mai Rom und traf Meloni und Staatspräsident Sergio Mattarella. Beide Länder hoben ihre Beziehungen auf eine strategische Partnerschaft an; geplant ist Zusammenarbeit bei künstlicher Intelligenz, Raumfahrt und dem Wirtschaftskorridor IMEC. Auch die Gaza-Hilfsflotte war ein Thema. Spanien und Brasilien forderten die Freilassung ihrer von Israel festgehaltenen Staatsangehörigen, Spanien bestellte den israelischen Botschafter ein, und Meloni nannte die Behandlung der Aktivisten inakzeptabel. Italien drängte auf EU-Sanktionen gegen den israelischen Minister Itamar Ben-Gvir, lehnte aber Sanktionen gegen Israel selbst ab.
In Italien fanden am 25. Mai in rund 700 Gemeinden Kommunalwahlen statt; Meloni sagte, der vorhergesagte Zusammenbruch der Mitte-rechts-Koalition sei vertagt. Sie bat die EU, die Fiskalregeln für Energieausgaben zu lockern, und warnte, Italien könne sich ohne Haushaltsspielraum aus dem EU-Verteidigungsprogramm SAFE zurückziehen. Ein Abgeordneter der Lega wurde suspendiert, nachdem er bei einer Kundgebung der Oppositionsführerin Elly Schlein eine faschistische Parole gerufen hatte.
In Spanien gewann die Volkspartei am 17. Mai die Wahl in Andalusien, verlor aber ihre absolute Mehrheit und ist zum Regieren auf Vox angewiesen. Anschließend geriet Ministerpräsident Pedro Sanchez durch Korruptionsermittlungen unter Druck: Die Polizei durchsuchte am 27. und 28. Mai die Zentrale der Sozialistischen Partei in Madrid, und eine Untersuchung betraf den früheren Ministerpräsidenten Jose Luis Rodriguez Zapatero wegen Geschäften mit Venezuela und China. Anderswo gewann Maltas Labour-Partei bei einer vorgezogenen Wahl am 31. Mai eine vierte Amtszeit in Folge, Griechenland forderte von der Ukraine eine Entschuldigung wegen eines Drohnenvorfalls.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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