Daily brief
Die USA haben ihre Seeblockade iranischer Häfen ausgeweitet und neue Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor sowie gegen Schmuggelnetzwerke verhängt. Verteidigungsminister Hegseth erklärte, die Blockade werde 'so lange wie nötig' dauern. Der Iran-Krieg hat die globalen Ölmärkte gestört, traditionelle Preisindikatoren zerstört und die USA erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg nahe an den Status eines Netto-Exporteurs von Rohöl gebracht. Der Konflikt trieb die Inflation im Euroraum auf 2,6 Prozent und ließ die Teuerung in Österreich deutlich steigen, während die britische Wirtschaft im Februar stärker als erwartet wuchs – Analysten warnen jedoch, dass diese Widerstandsfähigkeit durch den Energieschock auf die Probe gestellt werde.
China erreichte trotz der Störungen durch den Iran-Krieg sein Wirtschaftswachstumsziel, während indische Beamte den Ölschock als ebenso disruptiv wie die Covid-Pandemie bezeichneten.
Ein Brand in einer Raffinerie in Australien gefährdet die Ölversorgung des Landes im Zuge der Treibstoffkrise durch den Iran-Krieg (ongoing coverage).
Der Spirituosenkonzern Pernod Ricard warnte, dass der Iran-Krieg die Verkaufszahlen belastet, während PepsiCo trotz Erfolgen durch Preissenkungen und Markenauffrischungen auf Kostenrisiken durch den Iran-Krieg hinwies.
Der Iran setzte die petrochemischen Exporte bis auf Weiteres aus, um Engpässe im Inland zu vermeiden, und Tanker blieben in der Straße von Hormus gestrandet, wo sie auf die Erlaubnis des Iran warteten.