Daily brief
Irans Staatsmedien haben erstmals eine offizielle Opferzahl für die jüngsten Unruhen genannt und berichten von 3.117 Toten, überwiegend Zivilisten, zwischen Dezember und Januar. Der Justizchef beschuldigte ausländische Feinde, nach ihrer Niederlage in den Unruhen zu Gerüchten und psychologischer Kriegsführung übergegangen zu sein. Zeugenberichten und anderen Meldungen zufolge reichten die Opferzahlen über aktive Demonstranten hinaus und schlossen auch unbeteiligte Zuschauer ein.
Irans ehemalige Kaiserin Farah Pahlavi gab ein Ultimatum 'kein Zurück mehr' heraus und rief zu öffentlicher Trauer für die Opfer auf, während die Exil-Aktivistin Masih Alinejad behauptete, Oberster Führer Khamenei habe 'Angst vor Trump'.
Die Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi forderte die gezielte Entfernung von Oberstem Führer Ali Khamenei und bezeichnete dies als notwendigen Schritt für einen Wandel im Iran.
Staatsmedien berichteten, dass Einwohner Teherans einen von ihnen als von den USA und Israel orchestriert beschriebenen Brandanschlag und Vandalismus auf eine Moschee verurteilten.