Israel im Juli 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Gesellschaft
Die israelische Gesellschaft war im Juli 2026 von der Erinnerung an den 7. Oktober und von Protesten gegen die Regierung geprägt. Am 2. Juli gedachte Präsident Herzog des Angriffs vor 1.000 Tagen, besuchte Überlebende in Kerem Schalom und lobte die Widerstandskraft des Landes. Ehemalige Geiseln sagten bei einem Treffen, der Angriff habe ihren Glauben an Israels Rettungsversprechen erschüttert. Am 4., 11. und 18. Juli fanden in Tel Aviv und anderen Städten Proteste gegen die Regierung von Ministerpräsident Netanjahu statt, während die Wahlen näher rückten; der letzte richtete sich auch gegen die Befreiung ultraorthodoxer Männer vom Militärdienst. Ein Vater, der seinen Sohn im Gazastreifen verlor, warb gegen Netanjahu.
Spannungen zwischen religiösen und säkularen Israelis zogen sich durch den Monat. Ultraorthodoxe Demonstranten wandten sich gegen die Wehrpflicht, blockierten am 16. Juli die Autobahn 4 und verletzten einen Polizisten, und sie protestierten an Einberufungszentren, an der Baustelle der Jerusalemer Stadtbahn und in Bet Schemesch. Dutzende belästigten Gäste eines am Sabbat geöffneten Cafés in Jerusalem. Die Knesset brachte am 2. Juli einen Gesetzentwurf zum Verbot des muslimischen Gebetsrufs über Moscheelautsprecher voran, den arabische Abgeordnete und religiöse Vertreter kritisierten. Am 16. Juli verabschiedete sie ein Gesetz, das nach Geschlechtern getrennte Masterstudiengänge erlaubt, gegen das sich Universitäten und medizinische Fakultäten ausgesprochen hatten.
Fragen von Gebiet und Haft fanden ebenfalls Beachtung. Am 19. Juli schlossen sich israelische Minister einem Marsch zum Gazastreifen an, der die Rückkehr von Siedlungen forderte. Eine Friedensorganisation erklärte, Siedleraußenposten kontrollierten inzwischen fast ein Fünftel des Westjordanlands, und am 12. Juli kündigte Israel den Bau von 450 Siedlungseinheiten in Ostjerusalem an. Am 23. Juli besuchten über 1.000 Juden zu Tischa beAw den Tempelberg mit dem Al-Aksa-Komplex, und Minister für Nationale Sicherheit Ben-Gvir erklärte: "Wir haben hier das Sagen". Die UN nannten die Inhaftierung des Gaza-Arztes Hussam Abu Safiya willkürlich und forderten seine Freilassung.
Umfragen zeigten wechselnde Stimmungen im Ausland und im Inland: Laut einer NORC-Umfrage glauben etwa 3 von 10 US-Erwachsenen, Israel habe an den Palästinensern Völkermord begangen, während eine andere Umfrage ergab, dass 28 Prozent der Israelis meinen, Trump stelle Israels Sicherheit an die erste Stelle. Ein UN-Bericht warf Israel am 30. Juli Femizid vor und ließ die Opfer des 7. Oktober unerwähnt.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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