Daily brief
Die russische Zentralbank hat vor einem Gericht in Luxemburg Klage gegen die Europäische Union eingereicht. Sie bestreitet damit die EU-Entscheidung, rund 210 Milliarden Euro an russischen Staatsvermögen einzufrieren. Der Rechtsstreit ist eine direkte Konfrontation über die nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine verhängten Vermögenssperren.
Die europäischen Gas- und Ölpreise sind angesichts der angespannten Lage in der Straße von Hormus stark gestiegen. Die norwegische Regierung warnt, ein längerer Iran-Konflikt könnte die EU-Debatte über russische Gasimporte neu entfachen.
Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank warnte, ein längerer Krieg mit Iran-Beteiligung könnte die Inflation in der Eurozone in die Höhe treiben. Andere Analysen deuten darauf hin, dass die europäische Wirtschaft einen kurzen Konflikt verkraften könnte.
Die EU hat die Ukraine aufgefordert, den Zugang zu einer Pipeline für russisches Öl nach Ungarn und in die Slowakei zu gewähren. Unterdessen stiegen die europäischen Gaspreise um weitere 30 Prozent.
Die Inflation in der Eurozone stieg unerwartet an, wobei weitere Risiken am Horizont lauern. Das Vereinigte Königreich sucht derweil engere Handelsbeziehungen zur EU, und der Discounter Action eröffnet seinen ersten Laden in Kroatien.