Ägypten im Februar 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Politik
Ägyptens politische Agenda im Februar 2026 wurde von einer neuen Stufe der Beziehungen zur Türkei angeführt. Bei einem Besuch in Kairo am 4. Februar hoben der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi die bilateralen Beziehungen auf eine strategische Ebene, unterzeichneten Abkommen und vereinbarten, die Verteidigungszusammenarbeit zu stärken und ein Handelsziel von 15 Milliarden Dollar pro Jahr zu setzen. Beide Seiten kamen außerdem überein, auf eine Waffenruhe im Sudan hinzuwirken und bei der Wahrung der Souveränität Somalias zusammenzuarbeiten.
Das zweite Thema waren der Gazastreifen und die weitere Region. Israel öffnete den Grenzübergang Rafah zu Ägypten am 1. Februar teilweise, und die EU begrüßte den Schritt. Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate unterstützten ein nationales Komitee für Gaza und eine internationale Truppe in dem Gebiet. Am 23. Februar traf Sisi in Dschidda den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, und beide Länder forderten eine Waffenruhe in Gaza und Fortschritte beim von den USA unterstützten Friedensplan. Ägypten unterstützte die von Oman ausgerichteten Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran und rief zu einem Kompromiss auf. Am 28. Februar verurteilte Ägypten iranische Angriffe auf arabische Länder, warnte nach den amerikanisch-iranischen Luftangriffen vor regionalem Chaos und erklärte, mit arabischen und europäischen Partnern über Deeskalation zu beraten.
Ägypten legte zudem seine Haltung zu afrikanischen Fragen dar. Sisi bekräftigte in einem Treffen mit dem sudanesischen Ministerpräsidenten Kamil Idris am 26. Februar die Unterstützung für Stabilität und territoriale Integrität des Sudan; beide Länder lehnten einseitige Schritte am Nil ab und forderten Äthiopien auf, das Völkerrecht zu beachten. Kairo erklärte dem somalischen Außenminister, Ägypten unterstütze die Einheit Somalias und lehne jede einseitige Anerkennung Somalilands ab. Ägypten und Kenia vereinbarten, ihre Partnerschaft zu stärken, auch mit Blick auf das Nilbecken.
Im Inland billigte das Repräsentantenhaus am 10. Februar eine Kabinettsumbildung. Das neue Kabinett trat am 12. Februar unter Ministerpräsident Mostafa Madbouly erstmals zusammen, und das Staatsministerium für Wirtschaft wurde abgeschafft. In Kairo und Alexandria wurden neue Gouverneure ernannt.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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