Iran im Januar 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Gesellschaft
Der Iran war im Januar 2026 von landesweiten Protesten und einer tödlichen Niederschlagung durch den Staat geprägt. Ein Streik von Händlern im Großen Basar von Teheran wegen der wirtschaftlichen Lage weitete sich bis zum 8. Januar zu Demonstrationen in mehr als 100 Städten aus. Die Behörden verhängten eine nahezu vollständige Internetsperre, die am 13. Januar bereits weit über 100 Stunden dauerte und ab dem 18. Januar teilweise aufgehoben wurde. Menschenrechtsgruppen meldeten bis Mitte des Monats Hunderte Tote und Tausende Festnahmen. Religionsführer Ali Chamenei sagte am 17. Januar, mehrere Tausend Menschen seien gestorben. Bis zum 28. Januar, einem Monat nach Beginn der Unruhen, lagen die Opferzahlen zwischen 3.117, der am 21. Januar veröffentlichten offiziellen Zahl, und mehr als 6.000, die eine US-amerikanische Menschenrechtsgruppe bestätigte; manche Schätzungen liegen weit höher.
Nach der Zahl der Toten zog die Möglichkeit von Hinrichtungen die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Am 13. und 14. Januar warnte Präsident Donald Trump vor sehr starkem Vorgehen, falls Demonstranten hingerichtet würden. Berichten vom 15. Januar zufolge waren 800 angesetzte Hinrichtungen ausgesetzt worden, während Irans Außenminister sagte, es gebe keinen Plan, Demonstranten zu hängen; später bestritt der Iran, Hinrichtungen gestoppt zu haben. Die Justiz deutete in den folgenden Wochen Hinrichtungen an, die Polizei stellte am 19. Januar Demonstranten ein Ultimatum zur Aufgabe, und Ärzte wurden Berichten zufolge festgenommen, weil sie Demonstranten behandelt hatten. Das US-Außenministerium forderte den Iran auf, die geplante Hinrichtung eines 19-jährigen Ringermeisters zu stoppen.
Die Regierung machte die USA und Israel für die Unruhen verantwortlich. Sie zeigte regierungsnahe Kundgebungen, an denen auch Präsident Masoud Pezeshkian teilnahm, und rief drei Tage nationale Trauer aus. Der im Exil lebende Kronprinz Reza Pahlavi rief wiederholt zu weiteren Protesten und internationaler Unterstützung auf, und das iranische Staatsfernsehen wurde am 18. und 19. Januar gehackt, um seine Botschaften auszustrahlen. Kundgebungen der Diaspora fanden unter anderem in Paris, Mailand und London statt.
Internationale Gremien reagierten. Die UN-Menschenrechtskommissarin und der UN-Generalsekretär zeigten sich alarmiert, und der UN-Menschenrechtsrat beschloss am 23. Januar eine Untersuchung der Gewalt. Das Europäische Parlament verabschiedete eine Entschließung, die den Umgang mit den Demonstranten verurteilt, und das Weltwirtschaftsforum schloss den Iran von Davos aus. Faktenprüfer stellten fest, dass KI-generierte Videos und falsch zugeordnetes Material auf beiden Seiten weit verbreitet waren.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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