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Südafrika erlebt eine dreifache Krise: Das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Ramaphosa wird wiederbelebt, anti-immigrantische Gewalt löst regionale Evakuierungen aus, und die Wirtschaft bleibt kohleabhängig bei verunsicherter Bergbaubranche.
Mai 2026
Woche vom 11. Mai, im Vergleich zum 12-Wochen-Durchschnitt
Die Wirtschaft ist kohleabhängig und bergbaulich verunsichert. Südafrika hält bis 2043 an Kohle fest, während Gasprojekte stocken, und die Bergbaulobby bleibt vorsichtig wegen regulatorischer Schocks. Eskom verteidigt vergünstigte Schmelzereitarife als Schutz vor Kohlevertragsrisiken, und ein Krandefekt in Koeberg ließ einen 150-Tonnen-Rotor fallen, verzögerte aber keine Wartung.
Präsident Ramaphosas politisches Überleben ist fraglich. Das oberste Gericht hat das Amtsenthebungsverfahren wegen eines Bargeldskandals wiederbelebt, und Ramaphosa lehnt einen Rücktritt ab. Der ANC leitet Disziplinarmaßnahmen gegen den Johannesburg MMC Zungu ein, während Ermittlungen laufen, und Emfuleni-Bürgermeister Sipho Radebe tritt nach ANC-Intervention zurück.
Kriminalität und Polizeiskandale dominieren die Sicherheitslage. Ein forensischer Hauptmann der SAPS wurde nach Ermittlungen der Madlanga-Kommission in Pretoria verhaftet, und ein mutmaßlicher Menschenhändler bleibt in Kapstadt in Haft. Zwei Touristen wurden in einem Nationalpark getötet, und eine verurteilte Hebamme erhielt 23 Jahre Haft.
Fremdenfeindliche Gewalt löst Massenevakuierungen aus. Mindestens 130 Nigerianer und 300 Ghanaer beantragen Evakuierung nach anti-immigrantischen Protesten, afrikanische Länder warnen ihre Bürger. Über 500 Ausländer marschierten in Durban für Sicherheit, während schweres Wetter Kapstadt traf.