Europäische Union im Juli 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Wirtschaft
Die Wirtschaft der Europäischen Union war im Juli 2026 vom Streit mit Google und den USA über Technologieregeln geprägt. Am 2. Juli wies der höchste EU-Gerichtshof Googles letzte Berufung gegen eine Rekordstrafe von 4,1 Milliarden Euro im Kartellverfahren um Android zurück. Am 16. Juli ordnete die EU an, dass Google konkurrierenden Suchmaschinen und KI-Unternehmen bis Januar 2027 gleichberechtigten Zugang zu Android und seinen Suchdaten gewähren muss. Am 23. Juli verhängte sie gegen Google eine Strafe von rund 890 Millionen Euro, weil das Unternehmen eigene Dienste bevorzuge. Die USA kritisierten die Strafe, und am 24. Juli drohte Präsident Trump mit "erheblichen" Zöllen und kündigte eine Untersuchung der EU-Handelspraktiken an.
Weitere Durchsetzungsmaßnahmen folgten. Die EU forderte Meta am 10. Juli auf, süchtig machende Funktionen von Facebook und Instagram zu entfernen, sonst drohten Strafen, akzeptierte am 15. Juli Änderungen von X zur Transparenz und verhängte am 20. Juli gegen AliExpress 550 Millionen Euro Strafe wegen illegaler Produkte; China kritisierte diese Strafe. Am 22. Juli genehmigte sie die Übernahme von Warner Bros. durch Paramount unter Auflagen. Am 1. Juli trat eine Gebühr von 3 Euro auf Pakete mit geringem Warenwert aus Nicht-EU-Ländern in Kraft.
Sanktionen gegen Russland nahmen einen großen Teil des Monats ein. Die EU verhängte am 13. Juli Sanktionen wegen russischer Cyberangriffe und konnte sich dann zunächst nicht auf ein 21. Paket einigen, weil Griechenland Einwände hatte. Am 23. Juli einigte sie sich auf das Paket, mit einem Einfrieren der Ölpreisobergrenze, Bankenbeschränkungen und einem Zugeständnis an Griechenland beim LNG; einer späteren Meldung zufolge betrifft es 1.600 Unternehmen. Am 24. Juli setzte China 14 EU-Einrichtungen auf eine Exportkontrollliste. Die EU importierte zudem Rekordmengen russischen LNGs vor einem für 2027 geplanten Verbot.
Bei Geld und Industrie wollte die Europäische Zentralbank Zinserhöhungen bis September aussetzen. Das Europäische Parlament billigte am 9. Juli den digitalen Euro, und die EZB wählte am 14. Juli 36 Unternehmen für einen Pilotversuch aus. Am 17. Juli kündigte die Kommission eine langsamere Kürzung der Emissionszertifikate für die Industrie an. Am 30. Juli eröffnete sie die Ausschreibung für sieben KI-Gigafabriken mit 10 Milliarden Euro. Am 28. Juli lehnte Bundeskanzler Merz den vorgeschlagenen EU-Haushalt ab.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
Klicken Sie im Diagramm oben auf einen Tag, um das Tagesbriefing zu lesen.