Europäische Union im April 2026: die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Gesellschaft
Im April 2026 war das prominenteste gesellschaftspolitische Thema in der Europäischen Union ein Gerichtsurteil zu Ungarn. Am 21. April stellte der Europäische Gerichtshof fest, dass Ungarns Gesetz von 2021, das die Darstellung von LGBTQ+-Inhalten gegenüber Minderjährigen verbietet, gegen die Grundrechte und Werte der EU verstößt, und bezeichnete es als diskriminierend und mit der Menschenwürde und der Meinungsfreiheit unvereinbar. Verbündete der ungarischen Regierung nannten das Urteil eine "Besatzung durch Brüssel". Bereits am 15. April hatten Menschenrechtsgruppen die EU aufgefordert, wegen einer geplanten Verfassungsänderung zur Familie in Litauen tätig zu werden, und warnten, sie könne LGBTQ+-Personen diskriminieren.
Der Schutz von Kindern im Internet war das zweite Thema. Am 15. April gab Brüssel bekannt, dass ein EU-weites System zur Altersverifikation bereit sei, und am folgenden Tag wurde eine App zur Überprüfung des Alters von Nutzern gestartet. Am 21. April kündigte die EU zusätzliche Maßnahmen gegen suchtfördernde Gestaltungsmerkmale wie endloses Scrollen und automatisches Abspielen an. Am 10. April kritisierten Google, Meta, Snap und Microsoft die EU wegen des Auslaufens des Gesetzes gegen sexuellen Kindesmissbrauch.
Migration bildete ein drittes Thema. EU-Abgeordnete stritten über Rückkehrzentren für Migranten, und eine am 22. April veröffentlichte Studie bezifferte die Zahl der in der EU lebenden Einwanderer auf einen Rekordwert von 64,2 Millionen im Jahr 2025, ein Anstieg von 60 Prozent seit 2010. Ein EU-Kommissar meldete einen starken Anstieg der Abschiebungen, und die EU forderte Griechenland auf, Vorwürfe zu Pushbacks von Migranten zu untersuchen. Ungarn erklärte, eine Million illegale Migranten gestoppt zu haben.
Weitere Themen waren die kostenlose Vergabe von mehr als 40.000 Interrail-Pässen an junge Menschen durch die EU, die Bezeichnung der EU-Lohngleichheitsrichtlinie als "ideologisch motiviert" durch den deutschen Außenminister, die Schätzung von UN und EU, dass in den kommenden zehn Jahren mehr als 71 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau des Gazastreifens nötig seien, sowie eine Petition mit einer Million Unterschriften zum israelisch-palästinensischen Konflikt, die am 15. April bei der Europäischen Kommission eingereicht wurde.
by WorldBrief & Maksim Micheliov | KI-generierte Zusammenfassung
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