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Kasachstan festigt seine Rolle als regionale Drehscheibe, wobei Präsident Tokayev aktiv diverse Partner wie Serbien und das Vereinigte Königreich umwirbt und gleichzeitig Sicherheitsbedrohungen für seine kritischen Ölexporte bewältigt. Die regionale Wirtschaft wird durch Energie- und Mineralienabkommen angetrieben, steht jedoch unter externem Druck der EU wegen Sanktionsumgehung und innerer gesellschaftlicher Belastung durch eine sich verschärfende Wasserkrise.
Februar 2026
Woche vom 23. Feb., im Vergleich zum 12-Wochen-Durchschnitt
Die Wirtschaft konzentriert sich auf die Sicherung ausländischer Investitionen und die Erschließung neuer Exportmärkte für Energie und kritische Mineralien. Kasachstan stellte die Förderung im Tengiz-Feld wieder her und schloss ein Abkommen über kritische Mineralien mit dem Vereinigten Königreich, während QazMoly eine US-Finanzierung in Höhe von 240 Mio. USD für ein Wolframprojekt anstrebte. Gleichzeitig steht Kirgisistan wegen möglicher Sanktionsumgehung im Zusammenhang mit Russland unter EU-Beobachtung.
Die Außenpolitik Kasachstans ist durch hochrangige diplomatische Kontakte mit einer Vielzahl globaler Akteure geprägt. Präsident Tokayev führte Gespräche mit dem Präsidenten Serbiens, traf sich mit dem US-Botschafter und unterzeichnete ein historisches Dokument mit dem pakistanischen Premierminister. Ein Entwurf der neuen kasachischen Verfassung sieht zudem vor, Russisch zur zweiten Amtssprache zu machen.
Sicherheitsoperationen sind im Inland aktiv, doch die primäre externe Sorge gilt der Bedrohung kritischer Ölinfrastruktur durch den Ukraine-Konflikt. Der Nationale Sicherheitsausschuss und das Innenministerium Kasachstans nahmen bei einer groß angelegten Operation 20 Personen fest, während der russische Botschafter große Besorgnis darüber äußerte, dass ukrainische Angriffe die CPC-Pipeline bedrohen, die für kasachische Exporte lebenswichtig ist.
Eine sich vertiefende regionale Wasserkrise ist die dominante gesellschaftliche Spannung, da sich die Führungspersonen über die Kontrolle der Ressource streiten. Dies geschieht parallel zu Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, darunter ein fünffacher Anstieg der Masernfälle in Almaty und ein Erdbeben an der Grenze zwischen Afghanistan und Tadschikistan.