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Die Senkaku-Inseln, eine kleine unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer, werden seit 1972 von Japan verwaltet und werden zugleich von China, das sie Diaoyu-Inseln nennt, sowie von Taiwan beansprucht. Schiffe der chinesischen Küstenwache fahren regelmäßig in die Anschlusszone und zeitweise in die Hoheitsgewässer um die Inseln ein; Japans Küstenwache verfolgt diese Schiffe und schreitet mitunter ein, um sie zu vertreiben. Der Streit erstreckt sich zudem auf das weitere Ostchinesische Meer, wo sich die Ansprüche beider Länder auf die ausschließliche Wirtschaftszone überschneiden und wo Forschungsschiffe, Fischereiaktivitäten und Gasfeld-Infrastruktur nahe der Mittellinie wiederholt Proteste Japans ausgelöst haben. Die Inseln liegen nahe den japanischen Inseln Yonaguni und Ishigaki, innerhalb der weiteren Geografie der Ersten Inselkette.
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Die Verwaltungs-Rahmung (japanische und westliche Presse) betrachtet die Senkaku-Inseln als Gebiet unter japanischer Verwaltungshoheit und deutet das Einlaufen der chinesischen Küstenwache in die umliegenden Hoheitsgewässer und die Anschlusszone -- samt Forschungsschiffen, Bojen und Bohrstrukturen nahe der Mittellinie -- als anhaltenden Grauzonen-Druck, der eine chinesische Präsenz normalisieren und diese Kontrolle aushöhlen soll, ohne einen bewaffneten Konflikt auszulösen. Vorfälle werden gezählt und mit Protesten beantwortet, nicht eskaliert.
Die Rechtsschutz-Rahmung (chinesische Staatsmedien) sieht Diaoyu Dao und die zugehörigen Inseln seit jeher als chinesisches Hoheitsgebiet an. Patrouillen der chinesischen Küstenwache gelten als routinemäßige und rechtmäßige Rechtsdurchsetzung in chinesischem Hoheitsbereich; japanische Schiffe in diesen Gewässern seien die Eindringlinge, die rechtmäßig vertrieben würden. Japanische Proteste werden als Provokation dargestellt und die Reibung der beschleunigten Wiederbewaffnung Tokios zugeschrieben.