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Japan und China sind die beiden größten Volkswirtschaften Nordostasiens und bewegen sich seit der Normalisierung ihrer Beziehungen 1972 zwischen Phasen diplomatischer Annäherung und akuter Spannung. Fünf Dimensionen prägen das Verhältnis: ein Territorialstreit um die Senkaku/Diaoyu-Inseln und die Seegrenzen im Ostchinesischen Meer, patrouilliert von den Küstenwachen beider Länder; Japans Aussagen und rechtliche Haltung zu einem möglichen Konflikt in der Taiwanstraße, den China als seine eigene Souveränität betreffend ansieht; Japans Verteidigungshaushalt, Rüstungspolitik und Verfassungsdebatte vor dem Hintergrund der chinesischen Militärmodernisierung; chinesische Exportlizenzierung, Reisewarnungen und Importregeln gegenüber japanischem Handel und Reiseverkehr; sowie Streitfragen zum Gedenken an und zur Deutung von Japans Kriegsverhalten in China, darunter der Yasukuni-Schrein, das Massaker von Nanking sowie der Umgang mit Zwangsarbeitern und sogenannten "Trostfrauen". Die Berichterstattung zu jeder Dimension folgt eigenen Vokabularen und institutionellen Akteuren, und diplomatische Spannungen in einer Dimension gingen historisch häufig mit erneuter Aufmerksamkeit für die anderen einher.
Koalitionen mit eigenen Rahmen fuer dieselbe zugrunde liegende Konfrontation.
Geladenes Vokabular pro Koalition und juengste Schlagzeilen.
Laender, die direkt an diesen Spannungen beteiligt sind, oder deren eigene Medien darueber berichten.
Der japanisch-westliche Konsens deutet den Bruch als von Pekings Reaktion ausgelöst, nicht von Tokios Worten: Eine Regierungschefin benannte ein Sicherheitsinteresse, und China antwortete mit Rohstoffkontrollen, schwarzen Listen, einem Einbruch des Tourismus und Festnahmen. Über das gesamte Theater hinweg gilt chinesischer Druck -- zur See um die Senkaku-Inseln, bei Exportlizenzen und im historischen Register -- als ein einziges Nötigungsrepertoire, das Japans Entschlossenheit verhärtet, das Mandat der Regierung gestärkt und sowohl die Aufrüstung als auch die Suche nach Lieferketten außerhalb Chinas beschleunigt hat.
Die chinesische staatliche Gegen-Rahmung verbindet alle Stränge des Theaters zu einer Darstellung: Ein Japan, das seinen Angriffskrieg nie gesühnt habe, höhle nun seine Friedensverfassung aus, rüste zum Erstschlag und beanspruche ein Interventionsrecht in der Taiwan-Frage, das ihm nicht zustehe. Die Taiwan-Äußerungen der Regierungschefin gelten als Ursache des Bruchs, Exportlizenzen und Küstenwachpatrouillen als rechtmäßige Handlungen in chinesischer Zuständigkeit statt als Vergeltung, und die historische Bilanz -- Yasukuni, Nanking, die "Trostfrauen", geraubte Kulturgüter -- als Beleg dafür, dass die gegenwärtige Entwicklung eine Rückkehr und kein Aufbruch ist.
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