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Die baltischen Staaten erleben eine doppelte Krise aus Drohnenverletzungen und politischer Instabilität, wobei Lettlands Premierminister über ukrainische Drohnen zurücktritt und die NATO mit einem Abschuss reagiert, während Kaja Kallas die EU-Russland-Politik dominiert, aber eine Kandidatur für das estnische Präsidentenamt ausschließt.
Mai 2026
Woche vom 18. Mai, im Vergleich zum 12-Wochen-Durchschnitt
Estlands Energiemarkt zeigt Divergenz zu den Nachbarn, mit Erfolg auf dem Frequenzmarkt zu niedrigeren Preisen als in Lettland und Litauen, während das Land im ersten Quartal über 40% seines Stroms importiert. Verteidigungsbezogene Bauprojekte laufen: Rheinmetalls Munitionsfabrik in Litauen ist leicht im Verzug, und die türkische Firma ARCA baut eine Fabrik in Estland.
Lettlands Premierminister trat wegen ukrainischer Drohnen zurück, und eine neue Koalition versprach Zusammenarbeit. Kaja Kallas machte scharfe Aussagen zu Russland und der Ukraine, schloss eine Kandidatur für das estnische Präsidentenamt aus und sah sich EU-Zweifeln als Russland-Unterhändlerin ausgesetzt, während sie die Oreshnik-Stationierung als nukleare Einschüchterung verurteilte.
Drohnenverletzungen dominieren die Sicherheitslage: Ein NATO-Kampfjet schoss eine Eindringdrohne in Estland ab, und mehrere Drohnen stürzten in Lettland ab, was Luftalarme und Prüfungsaussetzungen auslöste. Litauen ist von Alarmen betroffen, wobei Beamte sagen, das System müsse wie im Kriegsfall funktionieren.
Der demografische Niedergang ist eine dominante Spannung: Estlands Bevölkerung könnte bis zum Jahrhundertende um ein Drittel schrumpfen aufgrund niedriger Geburtenraten und Migration, und neue EU-Zahlen unterstreichen Lettlands demografische Herausforderung. Die Wohnungsbezahlbarkeit in Litauen ist angespannt, Käufer beklagen 'Hungerspiele' um Häuser.