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In der Taiwanstraße trifft der Anspruch der Volksrepublik China auf Taiwan auf die eigenständige Regierung der Insel und die Sicherheitsarrangements der USA und Japans. Peking hält die Insel für einen Teil Chinas und hat dem Einsatz von Gewalt nicht abgeschworen; Taipeh regiert sie getrennt, und Washington unterhält inoffizielle Beziehungen, liefert Waffen nach dem Taiwan Relations Act und hat es lange vermieden, ausdrücklich zu erklären, ob es militärisch eingreifen würde. Der Wettstreit umfasst Luft-, See- und Küstenwachaktivitäten rund um die Insel samt der darauf folgenden Manöver und Durchfahrten; Umfang und Verlässlichkeit der amerikanischen Waffenlieferungen neben Taiwans eigenen Debatten über Verteidigungshaushalt und Wehrpflicht; die auf die Insel gerichtete politische Einflussnahme, darunter der Parteikanal zwischen der Kommunistischen Partei Chinas und der Kuomintang, wirtschaftliche Anreize sowie berichtete Spionage und Desinformation; und Taiwans schrumpfender Kreis formeller diplomatischer Partner, sein Ausschluss aus Gremien wie der Weltgesundheitsversammlung und die Beschränkungen für Reisen seiner Amtsträger. Die Berichterstattung teilt sich entlang erwartbarer Linien.
Koalitionen mit eigenen Rahmen fuer den uebergreifenden Konflikt.
Geladenes Vokabular pro Koalition und juengste Schlagzeilen.
Eigenstaendige Konflikte mit eigenen Koalitionen. Schlagzeilen, die hierher gehoeren, erscheinen nicht oben.
Die militärischen und untermilitärischen Aktivitäten rund um Taiwan und die Reaktionen darauf verlaufen auf zwei Seiten. Auf der einen: Einsätze über die Mittellinie und in die Luftverteidigungszone, Küstenwachpatrouillen östlich der Insel, die Peking als regularisierte Rechtsdurchsetzung bezeichnet, Trägerbewegungen durch die Meerenge und Manöver, die Blockade- und Landungsoperationen proben. Auf der anderen: Taiwans Bereitschaftsübungen, seine Investitionen in Drohnen und asymmetrische Systeme sowie die Durchfahrten amerikanischer, japanischer, kanadischer, australischer und europäischer Schiffe, auf die jeweils eine chinesische Reaktion folgt. Ein eigener Strang verläuft unterhalb der Schwelle bewaffneter Gewalt: Brüche von Seekabeln zu den vorgelagerten Inseln, Ballons, Sandbaggerei und Cyberoperationen. Dieselben Ereignisse werden je nach Medium gegensätzlich beschrieben.
Der westliche und regionale Sicherheitskonsens liest die Meerenge als Demokratie unter anhaltendem Zwang -- militärischer und Grauzonen-Druck, Unterwanderung durch die Einheitsfront und diplomatische Isolierung --, deren Abschreckung, Waffenversorgung und internationaler Handlungsraum gestärkt werden müssen.
Die chinesisch-russische Gegenrahmung behandelt die Insel als chinesisches Territorium, dessen Status durch die UN-Resolution 2758 geklärt sei: Militärpatrouillen seien routinemäßige Rechtsdurchsetzung, Austausch sei Wohlwollen gegenüber Landsleuten, und die destabilisierende Kraft seien amerikanische Waffenverkäufe und ausländische Einmischung in eine innere Angelegenheit.
Das westliche kritische Register macht dieselbe unterstützende Koalition zur Kritikerin: Es berichtet von einer amerikanischen Regierung, die Waffenverkäufe als Verhandlungsmasse bezeichnet, Pakete überprüft oder zurückhält und eine Zusage verweigert -- neben Taiwans blockiertem Verteidigungshaushalt und umstrittener Einsatzbereitschaft. Es ist Kritik an Washington und an Taipehs Vorbereitung, keine Zustimmung zu Pekings Anspruch.
Taiwan bezieht die meisten seiner schweren Waffen aus den USA, die sie nach dem Taiwan Relations Act liefern, ohne formelle diplomatische Beziehungen zu unterhalten und ohne ausdrücklich zu erklären, ob sie die Insel verteidigen würden. Diese Beziehung verläuft in beide Richtungen. Auf amerikanischer Seite: welche Pakete genehmigt, geliefert, überprüft oder verzögert werden; der Umfang des Lieferrückstands; offizielle Aussagen zu einer etwaigen Änderung der Politik; und das Auftauchen Taiwans auf der Tagesordnung der Gipfel zwischen den USA und China, bei denen Rüstungsverkäufe als Verhandlungsgut bezeichnet wurden. Auf taiwanischer Seite: ein zwischen Regierungspartei und Opposition umstrittener Verteidigungs- und Sonderhaushalt, die verlängerte Wehrpflicht und die Hinwendung zu Drohnen und anderen asymmetrischen Systemen. Die Berichterstattung teilt sich dreifach statt zweifach: Der kritische Ton stammt hier großenteils von den Unterstützern der Insel selbst.